Gesprächsleitfaden Patientenverfügung für Menschen mit Hilfebedarf

"Wer ich bin! Was ich will!"

 

Für die Beratungsgespräche nach § 132g SGB V gibt es unterschiedliche Konzepte und unterschiedliche Dokumentationsmöglichkeiten. Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und einem erhöhten Hilfebedarf haben oft Schwierigkeiten mit diesen zum Teil sehr komplizierten (und doch sehr guten) Materialien. Sie können für sich für den Notfall eine Behandlungsrichtung vorgeben, aber nicht auf den meisten Formularen. Auch ist die Willensermittlung bzw. die Einstellungs- und Werteanalyse in diesen Dokumenten sehr verkürzt.

 

Hier hilft der Gesprächsleitfaden "Wer ich bin! Was ich will!" weiter, denn er beginnt mit Fragen nach der Herkunftsfamilie und fragt dann nach dem individuellen Lebenslauf - darin sind auch Strukturen, wie sie in den langen Jahren/oder Jahrzehnten Heimunterbringung gegeben waren, und ihre Folgen erfasst. Lebensumstände und nicht zu ändernde Sturkturen beeinflussen Lebensentwürfe und Biografien. Und sie beeinflussen die aktuellen Einstellungen zu Leben - Gesundheits - Krankheit und Sterben.

Der Gesprächsleitfaden enthält eine Behandlungsanordnung für den lebensbedrohlichen Notfall und für eine weitere Zustandsverschlechterung.

 

Begleitend und vorbereitend kann das Handbuch "Anders leben - anders reden" zum Gesprächsleitfaden Hilfen bei der Vorbreitung und Durchführung von Beratungs-gesprächen mit Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und erhöhten Hilfebedarf leisten.

 

Der Gesprächsleitfaden "Wer ich bin! Was ich will!" und das begleitende Handbuch "Anders leben - anders reden" sind für die Hand von ausgebildeten Gesprächbegleitern nach § 132g SGB V entwickelt worden.

Es emfpiehlt sich außerdem ein Blick in das Fachbuch "Anders leben - anders sterben" (siehe hier unter Literaturempfehlungen).