Modul Mundmotorik

 

Zielgruppe: Mitarbeitende

3 Unterrichtseinheiten

Essen und Trinken

 

- was so selbstverständlich und alltäglich erscheint, benötigt das Zusammenspiel von 50 Muskeln, 5 Hirnnerven, Zähnen, Zunge, Lippen und Kehlkopf.

Bei diesem komplexen Funktionssystem ist es nicht erstaunlich, dass es durch Behinderung und im Laufe des Alterns und in Krankheit zu Störungen kommen kann.

 

Durch Kostveränderungen und Hilfsmittel wie spezielle Löffel und Becher und die geeigneten Techniken der Gabe können wirkungsvolle Hilfen bei der oralen Aufnahme der Nahrung gegeben werden.

Dabei geht die Auswahl geeigneter Hilfsmittel von einer genauen Beobachtung und Einschätzung der aktuellen mundmotorischen Möglichkeiten aus.

 

Die Erfahrung zeigt, dass oft ein anderer, den individuellen Bedürfnissen des Patienten angepasster Löffel/Becher eine Erleichterung beim Essen/Trinken bringen kann. Der richtige Becher kann Aspirationen (Einatmen von Flüssigkeiten) vermeiden helfen.

Pflegende sollen die Möglichkeiten, die Hilfsmittel im Bereich der Nahrungsaufnahme bieten, im Interesse ihrer zu Pflegenden einschätzen und nutzen können.

Dazu gehören sowohl die Einschätzung der Gefährdung bei der Nahrungsaufnahme, die Auswahl der richtigen Hilfsmittel und das Gefühl dafür, was sich durch einen anderen Becher beim Trinken ändert.

 

Deshalb geht es in diesem Modul nach einem theoretischen Einstieg zur Mundmotorik um Selbsterfahrung und vor allem Selbstwahrnehmung: wie kaue, trinke und schlucke ich - wie kauen, trinken und schlucken meine zu Pflegenden? Welche Unterschiede gibt es? Was bedeuten diese Unterschiede? Worauf muss ich achten?

 

Es geht ebenfalls um die Mundpflege bei Menschen, die über Ernährungssonden versorgt werden, und bei Palliativpatienten.

 

Breiten Raum nehmen Übungen ein, um zu spüren, dass Essen und Trinken alltäglich sind - aber nicht selbtverständlich gut koordiniert werden.

 

Stichworte für dieses Modul:

Aspiration - Gefährdung durch Versorgung - Hilfsmittel