Modul Komplementäre Pflegeangebote

 

Zielgruppe: Mitarbeitende

8 Unterrichtseinheiten


Wir können uns in der Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung auf unser Wissen, unsere Erfahrungen ... und auf definierte pädagogische/heilpädagogische/rehabilitationspädagogische Instrumentarien und Dokumentationen verlassen.

 

Werden die von uns Betreuten schwerkrank oder treten in ihre letzte Lebensphase, dann helfen uns all unsere Erfahrungen und pädagogischen Instrumente nicht im Gefühl der Hilflosigkeit. Wir erleben dann eine Ratlosigkeit, die ohnmächtig macht. Das Pädagogische "hilft" nicht mehr und ist auch nicht mehr angezeigt ... aber wir haben nichts anderes, meinen wir zumindest.

Ratlosigkeit und Hilfslosigkeit machen unsicher und lassen uns verstummen, in uns wächst der Wunsch, einerseits zu bleiben und etwas zu tun und andererseits zu gehen.

Dieses Gefühl werden vor allem Ihre pädagogisch ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen, die im Alltag einfache Pflegearbeiten übernehmen, denen jedoch eine medizinsche Ausbildung fehlt.

Genau diesen Mitarbeiterinnen will dieses Modul zeigen, dass sie noch viel tun können, wenn scheinbar "nichts mehr zu machen ist". Ihre Kolleginnen verlieren ihre Unsicherheit, indem sie dem Betreuten zum Beispiel Auflagen und Wickel anbieten können. Diese Auflagen und Wickel bringen dem Schwerstkranken und Sterbenden Erleichterung, sind ein Ausdruck von Zuwendung und ermöglichen auch in der letzten Lebensphase, in den letzten Tagen und Stunden eine "andere" und neue Kommunikation, von der beide Seiten profitieren.

Stichworte für dieses Modul:

"neue" Kommunikationswege - erleichternde und entspannende Pflegeangebote - Selbsterfahrung